Monster Hunter Stories Demo — ein völlig neuartiges RPG der „Monster Hunter“ Serie?

Monster Hunter Stories

Es ist soweit, endlich ist die Demo zu Monster Hunter Stories im Nintendo eShop erhältlich. Doch kann das Adventure/RPG überzeugen? Um das herauszufinden, habe ich mich für euch 2 Stunden auf die Couch gepflanzt, den internen Speicher meines DS vollgepackt und losgezockt.

Macht Platz auf eurem DS!

Bereits beim Download sind mir zwei Sachen aufgefallen:

  1. Das Spiel hat jetzt schon erstaunlich viele positive Bewertungen. Nach wenigen Tagen hat es bereits 66 sehr gute Bewertungen. (Stand: 15.08.2017)
  2. Monster Hunter Stories nimmt ziemlich viel Platz ein. Ich persönlich habe meinen internen Speicher im DS nicht erweitert, da normalerweise gleich 3-4 Demos auch so drauf passen, doch diesmal nicht. Die Demo allein nimmt 4250 Blöcke ein. Stellt euch also darauf ein, ggf. etwas Platz zu schaffen.

Monster Hunter Stories — wie gut ist die Story wirklich?

Ein Lichtstrahl fällt durch das dichte Blätterdach eines idyllischen Waldes. Große Tiere grasen friedlich auf einer Lichtung. Eine tiefe Stimme im Hintergrund erzählt uns die Geschichte der sogenannten Rider. Diese sind Menschen, die mit Hilfe eines Bindungssteins die Fähigkeit besitzen Monstereier auszubrüten und die daraus schlüpfenden Kreaturen zu zähmen. In Monster Hunter Stories werden die Kreaturen nicht einfach abgeschlachtet, sondern als Gefährten, Reittiere und Mitstreiter in brenzligen Situationen angesehen. Doch natürlich gibt es nicht nur die guten Monster, die gemeinsam mit den Menschen leben.

Doch alles der Reihe nach. Irgendwie muss unser Charakter ja noch in das Spiel inkludiert werden. Wir sehen nun also zwei junge Menschen, die in einem Wald stehen. Das Mädchen, Lilia kennt eine Stelle, an der Monstereier versteckt sein sollen. Wir ignorieren, dass wir den Wald allein nicht betreten dürfen und ohne den Bindungsstein eigentlich gar keine Eier ausbrüten können und folgen Lilia und Cheval unserem anderen Freund. Wer hätte es gedacht: Lilia hatte Recht. Wir finden das Nest und aus einem Ei schlüpft ein kleines Monster.

Monster Hunter Stories
©Nintendo

Zurück im Dorf ist der Älteste, der nur in Reimen spricht, zwar nicht besonders glücklich über den Regelbruch unsererseits, aber wir haben wohl eine Gabe. Eine große Zukunft als Rider wird uns bevorstehen, da kann die Strafe auch mal ausfallen. Außerdem, werden wir im nächsten Moment mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Da kommt auch schon ein böses Monster aufs Dorf zugelaufen, der berüchtigte Nargacuga. Mutig stürzt sich das soeben erst geschlüpfte Monster aus dem Wald auf den Eindringling und schafft es sogar ihn zurück zu drängen. Der Nargacuga stürzt sich daraufhin auf ein nah gelegenes Haus, das Haus unseres Freundes Cheval, in dem seine Mutter sich gerade aufhält. Das bösartige Monster zerstört das Haus und Cheval verliert somit sein letztes Familienmitglied. Dieser Tag wird ihn noch lange verfolgen und er schwört ewige Rache.

In den 2 Stunden die ich gespielt habe, ist weder das kleine orange blaue Monster aus dem Wald, noch Cheval nochmal wirklich zur Sprache gekommen. Schade wie ich finde, denn viel mehr Story gibt es in der Demo erst mal nicht. Okay, man muss sein Ritual beenden, was lediglich beinhaltet, dass ich ein Ei finden und ausbrüten muss und meinen Bindungsstein unter heiliges Wasser halten soll. Das Highlight: Man kämpft allein gegen den Nargacuga, der allerdings erstaunlich schwach ist. Die Dialoge sind wenig tiefsinnig und das ständige Reimen des Ältesten im Dorf stört den Lesefluss. Besonders Erstaunliches und Überraschendes ist in den 2 Stunden nicht passiert.

Andere Mechaniken als bei Monster Hunter Ultimate 4

Überall ist es zu lesen: Das Kampfsystem ist anders. Aber heißt anders auch gleichzeitig besser? Ich persönlich habe Monster Hunter Ultimate 4 nur angespielt und fand das umherspringen beim Kampf und die großen Schwerter ziemlich cool. Das Kampfsystem bei Monster Hunter Stories ist diesmal rundenbasiert und nicht mehr in in Echtzeit. Man kann zwischen drei Kampfstilen wählen. Das funktioniert ein bisschen wie Schere, Stein, Papier. Das Monster hat nur eine Art des Angriffs und ihr müsst erkennen welche, damit ihr den entsprechenden Konter wählen könnt. Es gibt Technik, Geschwindigkeit und Kraft. Ist das gegnerische Monster also vom Typ Kraft, solltet ihr euch für einen Geschwindigkeitsangriff entscheiden. Klar soweit?

Monster Hunter Stories
©Nintendo

Doch ihr müsst die Kämpfe nicht allein durchstehen. Euer Monster steht euch treu zur Seite und greift in jedem Zug mit an. Habt ihr euren Bindungsstein erst mal aktiviert, könnt ihr eure Kräfte mit denen eures Monsters verbinden. Jede gemeinsame und erfolgreiche Attacke füllt dann den Bindungsstein auf. Erreicht der Stein Level drei, passiert endlich etwas cooles. Ihr führt dann so etwas wie eure ultimative Fähigkeit aus. Dazu steigt ihr auf euer ausgewähltes Monster und greift den Gegner an. Teamwork ist also angesagt.

Sieht Monster Hunter Stories denn schön aus?

Schön? Ich weiß nicht. Schöner als Monster Hunter Ultimate 4 auf jeden Fall. Ich hab mit dem 4. Teil aufgehört, weil ich mir die Grafik nicht mehr antun konnte. Erwartet habe ich dementsprechend wenig. Der Nintedo 3DS hat noch nie mit überragender Grafik geglänzt und so auch nicht bei diesem Spiel. Der 3D Effekt ist wieder nur ein Feature, welches im Endeffekt Kopfschmerzen verursacht und kann getrost ausgeschaltet werden. Im Gegenteil zu anderen 3DS Spielen ist er allerdings im gesamten Spiel vorhanden.

Positiv zu bemerken sind die Zwischensequenzen. Gleich am Anfang liefern sie einen schönen Einstieg ins Spiel und machen vorerst Lust auf mehr. Andere Dinge konnten wohl wieder nicht behoben werden. Die automatische Kamerabewegung ist gruselig. Ständig hab ich in Wände rein geguckt. Aber man kann die Kamera wenigstens auch selbst steuern, wenn man das möchte. Dinge ploppen einfach auf oder verschwinden ins Nichts. Mitten auf einem leeren Feld beginnt plötzlich ein Kampf, Häuser sind meist nur Deko und können nicht betreten werden, unsichtbare Wände hindern einen daran, die Weiten des Spiels zu erkunden.

Monster Hunter Stories
©Nintedno

Ist das jetzt ein Ja oder Nein für Monster Hunter Stories?

Vor allem ist es nur die Demo. Vielleicht wird die Story besser, die Kämpfe schwieriger, die Quests mehr bezogen auf die eigentliche Geschichte. Ich weiß es nicht und ich werde es wahrscheinlich auch nicht heraus finden. Nach 2 Stunden Spielzeit war ich leider nicht mehr bereit, die Demo weiter zu spielen. Nachdem ich als Hauptquest, welche wenigstens farblich von den Nebenquests getrennt sind, 5 Tränke mischen sollte und dafür noch einmal den sehr zeitintensiven, da langen Weg zur Ebene für irgendwelche Kräuter hätte gehen müssen, hab ich frustriert den DS in die Ecke gelegt. Ganz ehrlich, hätten es nicht zwei Tränke getan damit ich weiß, wie das Craftingsystem funktioniert? Warum erzählt mir der Älteste, dass etwas sehr schreckliches passiert und ich helfen muss und schickt mich dann Kräuter sammeln? Ich dachte, ich darf nach zwei Stunden endlich los und dicke Monster besiegen oder zähmen oder zumindest etwas Story relevantes machen. Pustekuchen. Tutorial hin oder her, das hat einfach zu lang gedauert. Wenn du gerne viel Zeit in Spiele investierst und gerade etwas suchst, das sich so ähnlich spielt wie Pokemon, dann magst du dieses Spiel vielleicht. Ich werde es mir nicht holen. Von mir gibt es also ein Nein.

 



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